Archiv für Oktober 2006

„I shall miss thee“

Oktober 23, 2006

Ich war dieses Jahr nicht nur zum zweiten Mal in meinem Leben in China, den USA und Russland (na, wenn das nicht auch einen Artikel wert wäre), sondern auch in — Stradford upon Avon.

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Selbiges ist Shakespeares Geburtsstadt, in der man sein Geburtshaus, das seiner Frau u.v.w.m. besichtigen kann. Ich habe das volle Programm bereits vor… 16 Jahren durchgezogen. Zum einen war meine Erinnerung durchaus nur Brückstückenhaft, zum anderen scheint die Stadt inzwischen auf noch größere Besucherströme ausgelegt zu sein, so dass es neben dem neuen Museum bei der Geburtsstätte auch kleinere „Attraktionen“ ergänzt wurden. Z.B. gibt es jetzt Büsche zu Shakespeare-Zitaten, s.o.

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Ich gebe es zu, der Anlass des Besuchs waren die letzten Karten für die letzte Aufführung von The Tempest mit Patrick Stewart in der Hauptrolle.
Wer jetzt anfängt zu rechnen und denkt, Moment, der Mann muss doch uralt sein: Nicht ganz. Der Vorteil von jemandem, der mit 47 schon vergleichsweise alt aussah, scheint zu sein, dass er mit 66 fast genauso aussieht. Und er hat die erste Szene mit nacktem Oberkörper gespielt, und da sah er nicht so alt aus…

Die grundlegende Handlung habe ich mitbekommen, die einzenen Dialoge eher nicht. Wundert mich beim Nachlesen eigentlich auch nicht.

Zu spät

Oktober 15, 2006

Mein Lufthansa-connexion-Werbeartikel war wohl ein wenig spät, denn heute (warum auch immer) teilt mir der Werbe-Newsletter mit, dass der Dienst eingestellt wird, mit Verweis auf die Pressemitteilung von August. Schade. Vielleicht findet sich ja doch noch jemand, der’s übernimmt. Bis zur Einstellung (Ende des Jahres oder je nach Fluglinie) soll der Dienst kostenfrei sein.

Auch wenn’s albern ist: Mir hat der Internetzugang beim letzten Mal enorm geholfen, Jetlag zu vermeiden. Erste Grundregel: Uhr umstellen bei Abflug. Da war es bei mir plötzlich nicht mehr Sonntag abend, sondern Montag morgen um 8, und in D. trudelten sie alle im Chat und per E-Mail ein. Insofern habe ich zwar nicht geschlafen, war aber sofort wieder auf Heimatzeit geerdet.

Breakfast in America

Oktober 7, 2006

Da eine der Damen, die ich recht gerne lese, auch immer noch die Berliner Wahl als oberstes Thema hat, hier mein nächster Nachtrag:

Mein best breakfast in America ever:breakfastinberkeley.jpg

Es war sehr lecker. Und obwohl ich dachte, Zeitverschiebung inzwischen verinnerlicht zu haben, hat es mich sehr fasziniert, zum sonntäglichen Frühstück die Wahlergebnisse aus Berlin, 18 Uhr, zu haben, per Deutschlandradio-Podcast.

Und, natürlich war es sehr orginell das Frühstück in Berkeley mit drei anderen gebürtigen Berlinern einzunehmen. Das schafft man ja hier nicht so leicht.

Und schon beim Obst einkaufen war ich sehr fasziniert, und konnte ohne Ende einkaufen. Aber mir war ja schon gesagt worden, dass ich mich in der kulinarischen Meile Berkeleys befinde. Hawaianische Papayas. Frische Weintrauben, bei denen man schmeckt, das sie was mit Wein zu tun haben. Bunte leckere Tomaten in diversen Formen. Mjam, mjam, mjam. Und nicht zu vergessen: Halbschatten auf einer Berkeleyer Veranda.

Ja, Supertramp mit dem gleichnamigen Titel kam auch irgendwann aus dem mp3-Abspielgerät kalifornischer Marke.

Und übrigens: Ich hatte die ganze Woche zuvor nicht gefrühstückt. Denn amerikanisches Hotelfrühstück ist echt nicht doll, und bei Starbucks im Silicon Valley steht man morgens vor neun bis auf die Straße an. Kein Witz.

Quality time

Oktober 6, 2006

„Nachtrag:“ I also managed to spend some quality time over there in California:

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San Jose Museum of Modern Art, with exhibitions just like you expect them in the center of the Silicon Valley. San Jose Fleet Market, where every one talks Spanish, Portuguese or some Chinese.

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The beautiful full-suspension mountain bike that made me go to the mountains instead of following my original plan of a geek tour through the ‚valley‘. (No, it’s not a kid’s bike, it’s a big tree.) The mountains that I already longed for all week seeing them in distance through the office window. Alumn Rock.

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Spend the last week end visiting a friend in freaky Berkeley. Golden Gate Bridge which is really plain sexy so that I just couldn’t resist getting close next day. Wonderful bike tour to Sausalito and back by ferry. Very easy, we just had to pick up the bikes at Fishermen’s Wharf and off we went.

Meine ersten Trojaner

Oktober 4, 2006

Ich bin ja nun durchaus langjährige (über 20 jedenfalls… ) regelmäßige Computernutzerin (und nicht nur Nutzerin…), bin aber gerade zum ersten Mal in meinem Leben dabei, Trojaner von der Platte zu putzen. 954 Stück.

Sie heißen Horst, Medbot, Mormail und Zlob. Und was nu aber nicht mehr niedlich ist, ich habe sie neulich auf frischer Tat beim Spammen ertappt. Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes untersuchen, da tauchten in meinem tcpdump plötzlich Verbindungen zu allen Mailservern dieses Welt auf, ausgehend von meinem VMWare(Windows)!

Was macht man da? Für echte befallene Systeme gab es ja gerade wieder knoppicillin in der ct, aber für virtuelle? Das muss ja eigentlich noch einfacher sein:

Unter dem Linux-Host-system mounten per /opt/VMware/vmware-mount.pl <vmhost-fs-file.vmdk> <partitionsnr> <mount-point>. Dann unter Linux einen Virenscanner auf den Mount-Point ansetzen, z.B. die Avira Personal Edition, für die man sich dankenswerterweise nicht mal registrieren braucht, und die für den privaten Gebrauch kostenlos ist. 954.

Vor Dankbarkeit und Scham werde ich jetzt wohl mal die kommerzielle 5-Jahres-Lizenz erwerben.

Merke: Auch eine fast nicht benutzte, virtuelle Windows-Installation ist eine potentielle Spam- und Virenschleuder. (Und in Parallels auf dem neuen Macbook habe ich noch eine davon, seufz.)

Interkulturelles Chaos erklärt (us-de)

Oktober 3, 2006

„Amerikanisches Selbst- bzw. Sendungsbewußtsein gepaart mit deutschen bzw. europäischen Minderwertigkeitskomplexen (La France mal ausgenommen) ist eine Mischung, die immer wieder zu lustigen Resultaten führt.“

Sehr schön ausgeführt und zu Ende gedacht, aber leider schlecht verlinkbar hier in Kommentar 11.

Ergänzung: Viel mehr zum Thema gibt es in dem WordPress-Top-Blog USA Erklärt, z.B. hier habe ich mich doch deutlich wiedererkannt: „Die meisten Amerikaner wissen, dass Deutsche, sagen wir mal, direkter sind. Einen gewissen Spielraum hat man also schon, so lange man nichts dagegen hat, Stereotypen zu bedienen.“

Letzte Staffel

Oktober 2, 2006

Oh, wir haben die letzte Staffelerhöhung des Mietvertrages erreicht. Aber der Text geht auf der nächsten Seite weiter:
Nach Ablauf des 30.9.2007 wird die Miete neu vereinbart, wobei die prozentuale jährliche Erhöhung nicht weniger als 3% betragen wird.“

Tse, und so was habe ich unterschrieben?!