Archive for the ‘food’ category

Lunch 1

März 7, 2007

Aus Anlass meines ersten Arbeitstages hier bin ich zum Lunch ausgeführt worden:

„Herbal Legends“ in „Shanghai Legends“ in Pudong.

Besonders orginell auch für hiesige Geschmäcker hinten links die frittierten Teeblätter mit Garnelen. Ohne Reis nicht zu ertragen, mit ganz nett. Und gut gegen Jetlag.

In den nächsten Tagen kommt sicher das Vergleichsfoto aus der 食堂 (Kantine) dazu.

Kaffee- und Nerd-Kulturclash

November 24, 2006

Nerds trinken den ganzen Tag Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke.

Da die Nerdkultur ja aber irgendwie zumindest im Orginal mal aus den USA importiert wurde, und es dort heißes Wasser mit Kaffeegeschmack als Kaffee gilt, muss man wohl feststellen, dass mit dem Transfer der Nerdkultur in unsere Längengrade eine gewisse Verschärfung eingetreten ist.

Und das nicht nur beim Kaffee. Auch ansonsten ist festzustellen, dass der amerikanische Nerd, so prototypisch er sonst auch sein mag, ja trotz allem auch Amerikaner ist. Also irgendwie höflicher, offener und überhaupt umgänglicher als hiesige Exemplare.

Kaffeekultur-Clash II

November 24, 2006

Neulich, 7 Uhr morgen, Starbucks Berlin Hauptbahnhof.

Ich bestelle einen kleinen Kaffee, der hier ‚tall‘ und ‚house coffee‘ heißt. „Welchen Vornamen darf ich denn auf den Becher schreiben?“ fragt mich der jungsche Kaffeeausschenker. Ich habe zwar prinzipiell nichts dagegen geduzt zu werden, bin aber trotzdem etwas irritiert, da ich dachte, gemäßigte Businesskleidung zu tragen und außerdem ob des Anliegens überhaupt. (Nun denn, genaugenommen hat er mich ja auch nicht geduzt, aber das ist wohl Teil des Kulturclashs.)

Er schreibt meinen Vornamen auf den Becher. „Äh, wie lange soll dat denn dauern?“ fragt die Berlinerin in mir in leicht motzigem Tonfall mit besorgtem Blick auf die Armbanduhr. Ich bin ja schließlich nicht zum Kaffeetrinken so früh am Bahnhof. Der Typ fragt interessiert nach der Ursache meiner Besorgnis, da er diese Frage schon häufiger gehört hat. Der Prozess des Kaffeeeingießens sei nicht so aufwändig, beruhigt er mich. Wozu mein Vorname auf meinem Becher ist, wurde an diesem Morgen nicht geklärt.

Im Ursprungsland der Kaffeekette hingegen bekommt man mit dem Kaffee dann ein lachendes „Good Morning, xyz! Here is your coffee!“ entgegengepfeffert. Zu Hause habe ich mich trotzdem auch gut amüsiert, und wenn es nur über meine eigene Patzigkeit war.

Kaffee-Kulturclash I

November 24, 2006

Amerikanisches Hotelfrühstück.

Nicht doll. Noch den Kaffee austrinken. Kommt der Typ und schenkt nach. Ich bin der letzte Gast — naheliegenderweise, denn das Frühstück geht nur bis 10:30. Fast geschafft. Kommt der Typ und schenkt nach. Ich wollte doch nur meinen Kaffee austrinken…

Die hübsche Story mit der Waffenmagazinlesenden Dame aus ‚Coffee and Cigarettes‘ war also gar nicht orginell, sondern liegt total auf der Hand.

Ich frage mich schon, wie wir aus der Endlossschleife rauskommen, da hat der arme Nachschenker eine Vision und fragt mich, ob ich den Kaffee vielleicht mitnehmen möchte. Als ich bejahte, bringt er mir allerdings einen Pappbecher und schenkt mir darin noch mal neu ein. Ich gebe kurz vorm Ziel auf, und lasse den halben alten Kaffee doch zurück und verlasse mit einem vollen Papp-Kaffee die Szenerie.

European Style

November 13, 2006

Ich wusste ja schon, dass das was in China als europäischer Stil gilt, von Europäern zumeist überhaupt gar nicht erst als solches wahr genommen wird, oder wenn doch, dann mutet es ziemlich bizarr an. Analog geht es vermutlich Chinesen in deutschen China-Restaurants. Oder noch besser, wenn alles was ansatzweise asiatisch anmutet, in einen Topf geworfen wird (ein bißchen Buddha, Kokosnusssoße, Mangolassi, ein paar vermeintlich chinesische Schriftzeichen…)

Europäischer Stil in den USA hatte mich bislang noch nicht so schockiert. Ein entsprechend angepriesenes Hotel fand ich mal weder besonders europäisch noch amerikanisch, aber ganz nett.

Die Lokalität heute abend hat hingegen in meinen Augen die Grenzen des guten Geschmacks etwas stark ausgedehnt. „Mediterran“.

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Best-of-Klassik-Gedudel, Pseudo-Kirchenfenster mit Maria-Motiven, kopflose „Antike“-Skulturen im Garten, American Football im Fernsehen, vereinzelt eingestreute Antiquitäten und Lampen a la IKEA. Und natürlich viel zu kalt. Bei so viel Ambiente ist mir fast der Appetit auf mein Risotto vergangen, dem man immerhin zu Gute halten musste, dass es sich tatsächlich um Risotto handelte.

Weiterhin: Merke, White Zinfandel ist ein Rosé, da bin ich schon mal drauf reingefallen. Für  Rosé aber ganz okay, und war auch nur moderat runtergekühlt.

Vermutlich typisches Silcon-Valley-Sonntagabend-Publikum: Zwei Japaner, die sich nicht für ein Bier entscheiden können, drei Amerikannerinnen, die ihre ‚doggy bags füllen und am Nachbartisch hat eine Siemens-Delegation Platz genommen, die natürlich auch dann zu erkennen ist, wenn sie wegen eines Quoten-Asiatens am Tisch Englisch reden.

Rotkohl

November 5, 2006

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Ich bin kurzzeitig auf dem Land, da wo der Rotkohl herkommt.


Esst, esst, esst!

September 29, 2006

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